1.3.1.3 Konfigurationsverwaltung
Mit den Methoden der Konfigurationsverwaltung wird sichergestellt, dass die damit versorgten Systeme eine den Vorgaben entsprechende Konfiguration aufweisen, einschließlich des Umfangs der installierten Software. Die Methoden sind idempotent gestaltet, d. h. der Konfigurationslauf kann jederzeit wiederholt werden und wird nur im Fall von Abweichungen von Soll eine ändernde Aktion durchführen.
Die Konfigurationsverwaltung bezieht ihre Vorgaben aus der ‘+1.Linux Configuration Management’CMDB, Endgeräte-spezifisch zusammengesetzt aus den global gültigen Werten, den Werten der dem zu konfigurierenden Gerät zugewiesenen Konfigurationsgruppen und den Gerät-individuell hinterlegten Daten. Die Konfigurationsdaten beinhalten typischerweise den Umfang der zu installierenden Software, Vorgabewerte für die Konfiguration der verschiedenen Softwarekomponenten (bspw. Namen oder Adressen der anzusprechenden zentralen Systeme) oder Standardwerte der Benutzerkonfiguration. Ebenso werden hierüber die zu setzenden Kennwörter für den ‘Offline-Administrator’- und den ‘root’Benutzer verteilt.
Die Anwendung der Konfigurationsvorgaben erfolgt automatisch im direkten Nachgang der Erstinstallation der Geräte, ebenso periodisch nach dem Neustart der Endgeräte. Dieser Vorgang ist jedoch nicht zu verwechseln mit der Aktualisierung der Softwarepakete auf dem Endgerät - diese erfolgt über einen separaten Mechanismus, verteilt über einen mehrstündigen Zeitraum, um eine Überlastung der Softwareverteilungssysteme während des ‘morgendlichen Neustarts’ des Großteils der Endgeräte zu vermeiden.
Das Auslösen der Konfigurationsverwaltung direkt nach dem Systemstart sollte in der Regel keine signifikante Auswirkung auf das Endgerät und den Endbenutzer haben, da im Normalfall keine tatsächliche Änderung der Systemkonfiguration erfolgt.